Das
Geheimnis des Mateusz Gdula
Ein
deutscher Giallo, der mich schon vorm Anschauen durch seine
mysteriöse, verdammt interessante Story gefesselt hat. Jene handelt
vom Schauspiel, von Leidenschaft, von dem, was hinter den Masken
derjenigen steckt, die es wagen, in der Gdula-Privatschule die
Ausbildung auf sich zu nehmen: Und es geht um die gefährliche
Methode, deren tödliches Geheimnis während den 108 Minuten Laufzeit
aufgeklärt wird. Stück für Stück.
Die
Methode: Hochspannung im deutschen Film
Dabei
kann man es eigentlich gar nicht fassen, dass hier ein deutscher Film
vorliegt – auch wenn diese vielleicht gerade am Aufstreben sind,
und wirklich ein paar großartige Streifen in den letzten Monaten
erschienen sind, hätte ich nie erwartet, dass eine solche Filmperle
von hier kommt. Obwohl man vor allem der Hauptdarstellerin Susen
Ermich deren Herkunft anmerkt, so wirkt das Schauspiel nahezu
grandios, ausgiebig werden hier Emotionen vermittelt, neben Ermich
spielt vor allem Magdalena Ritter ihre Rolle bravourös und
authentisch. Aber worum geht es eigentlich genau?
Stella,
will Schauspielerin werden, allerdings scheitert sie an den vielen
Aufnahmeprüfungen. Nach eben einer solchen wird sie jedoch von einem
scheinbar wohlwollenden Herren angesprochen, der ihr die Mateusz
Gdula-Privatschule empfiehlt. Kurzerhand macht sie sich auf, dort ihr
Können zu beweisen – und wird auch prompt aufgenommen. Während
den Proben lernt sie im Verlauf der Geschichte Cecile kennen, die ihr
von der Methode berichtet. Als diese plötzlich nicht mehr zum
Unterricht erscheint, macht sich Stella auf, das Geheimnis hinter der
Methode zu entdecken – und wird im geschlossenen Flügel der Schule
ein Teil davon.
Allein
diese Geschichte empfand ich schon als so anziehend anders, dass ich
diesen Film quasi verschlungen habe. Masks schafft es nämlich, den
Zuschauer vom ersten Moment an in seinen Bann zu ziehen, ihn die
mysteriöse Geschichte um die Gdula-Methode unbedingt herausfinden zu
wollen, und ihn mit fast schon verstörenden Szenen immer wieder zu
schrecken. Dass dieser Film die FSK 18 besitzt, ist daher passend und
angebracht, wird doch mit expliziten Nahaufnahmen nicht gerade
gegeizt. Ebenfalls bemerkenswert ist der durchweg stimmige
Soundtrack, der von der ersten Sekunde an dazu beiträgt, eine
großartige Atmosphäre zu schaffen. Auch werden all diejenigen
zufrieden sein, die einen nicht vorauszusehenden Twist gegen Ende der
Geschichte erwarten: Ich für meinen Teil habe so etwas definitiv
nicht kommen sehen.
Eine
wahre Filmperle
Laut
dem grandios gestalteten Filmcover konnte Masks einiges an Preisen
einheimsen, und das mit recht: Das hier ist ganz großes,
spannungsgeladenes (Heim)Kino. Über die komplette Laufzeit konnte
ich wirklich nichts finden, was mich auch nur ansatzweise gestört
hätte, außer vielleicht die etwas seltsame Auflösung gegen Ende
des Films, die man erst mal schlucken und auch teils interpretieren
muss. Vor allem Fans von Argento werden hier ihren Spaß haben, ist
doch Masks als kleine Hommage an den Meister zu sehen. Alle anderen
sollen sich herzlich dazu eingeladen fühlen, diesem skurrilen
Oldschool-(Meister)Werk im 70er-Jahre-Stil ihre Beachtung zu
schenken: Ihr werdet es sicher nicht bereuen.
9/10

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