Die
Vampirfalle
Angelockt
von einem ziemlich schmucken Cover und der Aussicht auf ein paar
tolle Martial-Arts-Szenen griff ich für fünf Euro einfach mal blind
zu: Die Vampirjäger auf Bluray. Zugegeben, ich bin absolut kein Fan
von diesen neuerdings aus dem Boden sprießenden Blutsauger-Streifen
im Stile von Twilight, weshalb ich lediglich wegen der zu erwartenden
Action hier zugegriffen habe. Die war dann auch ganz ordentlich –
der Rest konnte allerdings so gar nicht überzeugen.
Blödes
Blutsaugerdasein
Ja,
über dieses blöde Vampirdasein wird sich öfter beschwert, aber
fangen wir von vorne an. Die Handlung dieses Films ist dünn, um nich
zu sagen, reichlich dürr: Die junge Vampirjägerin Ar sucht nach
ihrer Schwester. Sie treibt sich öfter mit ihren Vampirfreunden rum,
die sich nur „vegetarisch“ ernähren, also nur Schweineblut (oder
sonstiges Tierblut) trinken – klar. Irgendwann taucht dann der
fiese Vampirlord auf, der nur seine Artgenossen verspeist. Und so
nimmt das „Übel“ dann seinen Lauf. Was in diesen Zeilen
belanglos klingt, kommt im Film noch viel belangloser rüber, und das
muss man erst mal schaffen. Die knapp 100 Minuten sind vollgepackt
mit uninteressanten und ständig wiederkehrenden Dialogen (Es ist ja
so blöd ein Vampir zu sein), ungewollt lächerlichen Szenen und
witzigen Witzen, die absolut nicht witzig sind. Dabei ist die
schauspielerische Leistung in keiner Sekunde irgendwie interessant
oder glaubwürdig, es kommt nicht die geringste Emotion beim
Zuschauer an und mit Yuen Wah (Kung Fu Hustle) und Luxia Jiang hat
man somit zwei talentierte bis sehr gute Schauspieler „verbraten“.
Wirklich schade.
Positiv:
Die Action ist wirklich gar nicht mal so verkehrt. Durch den kürzlich
gesehenen The Raid habe ich etwas Blut geleckt (haha), was Martial
Arts anbelangt, und hier wird öfter mal ordentliches Gekeile
geboten. Leider nicht oft genug, denn die unglaublich lahmen Längen
überwiegen spürbar. Hätte man Die Vampirjäger als reinen
Actionstreifen konzipiert, die besagten Kampfszenen besser
ausgearbeitet und einfach mehr davon geboten, dann hätte dieser
Streifen vielleicht sogar gut werden können – so bleibt er
allerdings hinter billigem Vampir-Schrott mit simplen Querverweisen
auf bekanntere Filme zurück, was weder Spaß macht, noch in irgend
einer Art und Weise spannend ist. Unvorteilhaft wirkt auch die
Auswahl des Schauplatzes, der quasi immer von Ar's Hütte zu irgend
einer Abrissbude wechselt. Abwechslung geht anders. Von der
technischen Seite her geht das allerdings weitgehend in Ordnung: Das
Bild der Bluray wirkt klar und gestochen, der Sound passt
größtenteils, einzig die Musik weiß zwischen albernem Gedudel und
trashigen Spannungs-Tönen gar nicht, wo sie hin will.
War
wohl nix
Ja,
das war wirklich nix. Ich hatte nicht viel erwartet, aber dass so
wenig geboten wird, hinterlässt wirklich keinen guten Eindruck.
Diesen Film kann man wohl höchstens denjenigen empfehlen, die sich
aus dem Martial-Arts-Sektor alles zulegen müssen, genauso wie
Vampirfans, die nicht wissen wohin mit ihrem Geld. Für diesen,
höchstens wohlwollend als Trash zu bezeichnenden Film, gibt es von
mir daher:
3/10

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen